Der Corona Blog

Felix Heutelbeck
Geschäftsführer

DeLu Modekonzept

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Raus aus dem Warenrisiko

Was Einzelhändler aus der Corona-Krise lernen können und wie Sie sich jetzt gegen Online-Shops wappnen können

Iserlohn, den 06. April 2020

Der 18.03.2020 wird der Textilbranche wahrscheinlich als schwarzer Mittwoch in Erinnerung bleiben. Denn an diesem Tag beschließt die deutsche Regierung, dass alle Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, schließen müssen. Von der Regelung sind deutschlandweit mehrere zehntausend Modegeschäfte betroffen. Der Chef des Handelsverbands Stefan Genth rechnet angesichts der Zwangsschließungen im Non-Food Bereich mit einem Verlust von 1,14 Milliarden Euro pro Tag.1 Gleichzeitig laufen die Kosten für Mieten, Gehälter und Versicherungen weiter – und im schlimmsten Fall sind die Läden sogar mit bereits bezahlter Ware gefüllt.

Zugegeben: Natürlich gibt es keine 100%ige Sicherheit. Auf ein Szenario, wie wir es jetzt erleben, kann sich niemand vollständig vorbereiten. Was man aber tun kann, ist vorausschauend zu planen, um die Kosten in Krisenzeiten wie diesen möglichst gering halten zu können. Das funktioniert zum Beispiel über den Wareneinkauf. Hier existiert tatsächlich ein konkretes Konzept, mit dem Sie im Gegensatz zu den klassischen Vorgehensweisen nicht auf den Einkaufskosten nicht wiederverkaufter Ware sitzen bleiben. Doch was ist überhaupt dieser  „klassische“ Weg und wie sieht die effektivere und risikoärmere Variante aus? In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

Wie schlimm Corona für den stationären Mode-Einzelhandel wirklich ist

In einem Interview mit der FAZ Mitte März prognostizierte Stefan Genth, dass die ersten Insolvenzen sich in drei bis vier Wochen nach den Schließungen abzeichnen werden. Schon jetzt – zwei Wochen danach – straucheln selbst die großen Handelsketten: Adidas, Deichmann, Pimkie, C&A und weitere große Marken kündigen an, Mietzahlung für ihre Filialen auszusetzen. Auch Esprit und Galeria Kaufhof sind auf Rettungsschirme angewiesen. Für die inhabergeführten Modeläden in den deutschen Innenstädten ist die Situation noch weitaus dramatischer. Nach weniger als einer Woche lagen die Umsätze im stationären Modehandel im Schnitt schon satte 42 Prozent unter denen des Vorjahres.2 Für möglich gehalten hätte diese apokalyptische Situation Anfang des Jahres noch niemand. Das Jahr 2020 hatte für den Textileinzelhandel eigentlich ganz gut begonnen. Nach den ersten beiden Monaten lag der Umsatz über alle Segmente bei einem Plus von vier Prozent.3 Aber dann kam Corona und das, was gestern war, zählt plötzlich nicht mehr.

Warensortiment und Markeneinkauf

Der klassische Weg

Wie kommt die Ware in den Laden? Normalerweise kaufen Modeläden direkt beim Großhändler, schauen sich auf Messen um oder besuchen Showrooms. Hier wird Ware ausgewählt und meist entweder direkt oder zum vertraglich festgelegten Zahlungsziel bezahlt. Dieser Weg des Wareneinkaufs überzeugt durch die große Auswahl. Oft ist sie das entscheidende Kriterium für Kundinnen und Kunden. Problematisch sind dabei jedoch die Lagerkapazität und das Warenrisiko. Am Ende der Saison möchte natürlich niemand auf der Ware sitzen bleiben, die immerhin schon bezahlt ist. Zudem merkt die Textilbranche jetzt am eigenen Leib: Das Konzept ist in keinster Weise krisenfest und stark abhängig von Laufkundschaft und dem Abverkauf der Waren. Die Rechnung ist angesichts dieses Abhängigkeitsverhältnisses ziemlich simpel: Wenn niemand in den Laden kommt, kann auch nichts abverkauft werden, die Ware wird zum Ladenhüter und die Ausgaben sind höher als die Einnahmen. Hinzu kommt auch, dass es nicht einfach ist, ohne Weiteres an beliebte Lieferanten heranzukommen und lukrative Kontakte zu bekannten Marken zu knüpfen.

Welche Alternativen gibt es?

Alternative 1: Franchisekonzepte

Zahlreiche Marken und Firmen bieten im Modebereich Franchisekonzepte an. Das kann eine gute Möglichkeit sein, Ihrem Geschäft einen neuen Anstrich zu verpassen. Kunden ist der Markenname oft schon bekannt und es besteht sofort eine Vertrauensbasis. Gleichzeitig haben Sie sofort einen erfahrenen Partner an der Seite, der Sie in Sachen Portfolio, Präsentation und Modebeschaffung begleitet und unterstützt. Allerdings haben Franchisekonzepte oft die Einschränkung, dass genauestens festgelegt ist, welche Mode, wie präsentiert und verkauft wird. Einzelhändler, die sich für Franchisekonzepte entscheiden, müssen damit rechnen, ein Stück weit kreative Freiheit einzubüßen. Meistens gibt es auch vorgeschriebene Verkaufsziele, die zwingend erreicht werden müssen, damit die Partnerschaft bestehen bleibt. Die Auflagen als Partner angenommen zu werden, sind recht umfangreich. Aber –  wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Alternative 2: Freier Kommissionshandel

Neben den Franchisekonzepten gibt es auch Angebote, bei denen man eine langfristige Partnerschaft eingeht, ohne seinen Laden aufgeben zu müssen. Hier stehen die Partnerfirmen eher beratend zur Seite. Das hat zum Vorteil, dass Sie als Inhaber für die Atmosphäre und das Verkaufen im Laden weiterhin vollständig selbst verantwortlich sind. Sie präsentieren die Ware nach Ihren Vorstellungen, ohne Druck und Auflagen von außen. Viele dieser Partner arbeiten mit zahlreichen Modeketten zusammen, haben Netzwerke und können durch die hohe Anzahl an Läden Sonderkonditionen mit den großen Marken vereinbaren. Mit dieser Unterstützung im Rücken laufen Verhandlungen auf anderer Augenhöhe ab. Oftmals basieren diese Partnerangebote, ähnlich wie beim Franchise, auf Provisionsbasis.

Das DeLu Partnerkonzept

Wir sind uns bewusst, dass das Warenrisiko für viele Modeladen-Inhaber eine schwere Last ist. Das zeigen insbesondere Ausnahmesituationen wie die aktuelle Corona-Krise und der damit verbundene Shutdown des Einzelhandels. Unsere Partnerschaft beruht daher auf einem Kommissions- und Konsignationsgeschäft. Durch jahrzehntelange Zusammenarbeit mit über 40 bekannten Marken und unserem Verbund aus über 45 Läden in ganz Deutschland, haben wir ausgehandelt, dass unverkaufte Ware am Ende der Saison wieder an den Hersteller zurückgegeben werden kann. Mit unserem Multilabel-Konzept haben Sie die Möglichkeit, Ihr individuelles Sortiment aus über 40 Marken und Lieferanten zusammenzustellen. So können Sie Ihren eigenen Geschmack in Sachen Mode voll ausleben und bezahlen nach der Saison auch nur wirklich das, was Sie verkauft haben. Auf diese Weise starten Sie ohne Sorgen in die neue – bzw. die Post-Corona – Saison und beraten Ihre Kunden bestmöglich, fair und ohne Verkaufsdruck.

Kassensystem und Abrechnung

Geschäfte im Einzelhandel benötigen Kassensysteme mit Warenwirtschaftsanbindung. Angesichts der Vielzahl von Anbietern für Kassensysteme, tun sich Inhaber und Mitarbeiter von Fashionstores aber oft schwer damit, das richtige Kassensystem für ihren Laden zu finden. Die Bedienung ist bei vielen Anbietern unübersichtlich und die Einführung kostet Nerven.

Franchisepartner geben hier oft ein Kassensystem vor, um die Kontrolle über Verkaufszahlen und Umsätze zu haben. Wenn Sie mit verschiedenen Herstellern auf Kommissionsbasis zusammenarbeiten, kann es schnell unübersichtlich werden. Sie benötigen also ein Warenwirtschaftssystem, das Bestände voneinander trennt und Kaufabschlüsse je nach Partner verbucht. Um diese Prozesse zu vereinfachen, gibt es die Möglichkeit mit Partnern zusammenzuarbeiten oder die Buchhaltung komplett auszulagern. Partner stellen in diesem Fall häufig ein Kassensystem und die Prozesse werden eigenständig verbucht und auf dem neuesten Stand gehalten.

Das DeLu Partnerkonzept ​

Wir wollen Ihnen den Rücken freihalten und einfache Lösungen bereitstellen. Wir bieten anders als ein Franchisepartner ein hauseigenes Kassensystem an, mit dem Sie über 40 Marken über ein System verwalten können. Unsere Partner müssen sich um nichts kümmern. Wir richten das Kassensystem ganz unkompliziert direkt vor Ort ein und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Zu Beginn erhalten Sie und Ihre Mitarbeiter eine Schulung, um nach der Einführung des Systems sofort loslegen zu können. Und wenn es dann doch mal Fragen oder Probleme gibt, haben Sie bei uns einen persönlichen Ansprechpartner, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Fazit

Mit DeLu sind Sie nicht alleine. Wir helfen, wo wir können. Was für uns zählt, ist das menschliche Miteinander. Das DeLu Konzept beruht auf einer Partnerschaft auf Augenhöhe und kann einfach auch in bestehende Modeläden und Systeme integriert werden. Wer seinen Kunden mehr Auswahl bieten will, kann das ohne Warenrisiko verwirklichen und sich so auch für zukünftige Krisen wappnen. Für Sie und Ihre Mitarbeiter ändert sich im Grunde nichts. Sie können Ihren alten Markenbestand weiterführen, erhalten zusätzlich ein zweites Kassensystem und müssen sich so nicht um die Verbuchung kümmern. Nach der Saison müssen Sie nur die Kosten für die Ware übernehmen, die Sie auch wirklich verkauft haben. Der Rest geht an den Hersteller zurück. So sind Sie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Sachen Warensortiment sicher aufgestellt und können ihre Kosten und Risiken so niedrig wie möglich halten.

Nutzen Sie die Zwangspause um Gespräche für eine
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